IM TIGERKÄFIG - ISOLATION IM KELLER VON RUMMELSBURG

Wie die Staatssicherheit meinen Willen brechen wollte

Dies ist der 5. Band der Buchreihe „Stationen“.

1987. Ost-Berlin, Deutsche Demokratische Republik (DDR).

Nach einem missglückten Drogenschmuggel landet Bernhard Christoph Lichtinger im berüchtigten DDR-Gefängnis Rummelsburg. Als er sich weigert, für die Staatssicherheit zu arbeiten, und später auch die Gefängnisarbeit verweigert, wird er in den sogenannten Tigerkäfig gebracht – eine Isolationszelle tief unter dem Gefängnis.

Drei Schritte vor. Drehen. Drei Schritte zurück.

Wochenlang besteht seine Welt aus einem Trenngitter, einem Holzbrett, einem Blecheimer und einem kleinen Luftschacht. Kein Gespräch. Keine Uhr. Keine Zahnbürste. Keine Ablenkung.

Die Ausstattung ist überschaubar.

Es bleiben nur Kälte, Stille und die eigenen Gedanken – was nach einigen Wochen mehr Gesellschaft ist, als ihm lieb sein kann. Draußen geht das Leben weiter. Hier unten gibt es kaum noch etwas, woran sich Zeit messen lässt.

Während die Staatssicherheit darauf wartet, seinen Widerstand zu brechen, kämpft Christoph gegen etwas anderes: Einsamkeit, Monotonie und die Frage, wie viel Freiheit einem Menschen genommen werden kann, bevor er beginnt, sich selbst zu verlieren.

Ein Lichtstrahl aus dem Luftschacht. Eine Flugameise auf einem Finger. Dinge, die außerhalb einer Isolationszelle kaum einen zweiten Blick wert wären, können dort unten zu einer ganzen Welt werden.

IM TIGERKÄFIG ist der fünfte Band der autobiografischen Buchreihe STATIONEN und die wahre Geschichte eines Mannes, der herausfinden musste, was bleibt, wenn einem fast alles genommen wird – Freiheit, Privatsphäre, Komfort, Gespräche und jedes verlässliche Gefühl für Zeit.

Es ist eine Geschichte über Isolation, Widerstand und Überleben, erzählt mit Offenheit, Selbstironie und schwarzem Humor. Mit jener Sorte Humor, bei der man manchmal noch lachen muss, obwohl es eigentlich längst nichts mehr zu lachen gibt.

Denn selbst in einer Isolationszelle der DDR verschwindet die Absurdität nicht. Im Gegenteil. Sie wird manchmal besonders sichtbar.

Bernhard Christoph Lichtinger schreibt aus gelebter Erfahrung – aus Brüchen, Umwegen, Neuanfängen und Begegnungen, die nicht erfunden werden müssen. Seine Geschichten entstehen dort, wo das echte Leben seine Spuren hinterlässt.

Falls du noch keinen Band aus der Serie „STATIONEN“ gelesen hast, kannst du mit einem der folgenden Bände beginnen. Jeder Band kann für sich gelesen werden.

Band 1: WAS DIE WAHRSAGERIN WUSSTE (IN BEARBEITUNG)

Band 2: DER MANN MIT DEM KRÜCKSTOCK

Band 3: TRANSIT – Die letzten Tage in Freiheit

Band 4: AUFBRUCH INS UNGEWISSE

Band 5: IM TIGERKÄFIG

Band 6: FREITAG DER 13. (IN BEARBEITUNG)

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