AUFBRUCH INS UNGEWISSE – VOM HIMALAYA INS DDR-GEFÄNGNIS
Eine wahre Geschichte
Band 4 der Serie "Stationen"
Nepal, November 1986
Ein junger Mann wuchtet seinen schwarzen Rucksack auf das Dach eines klapprigen nepalesischen Busses. Zwischen Säcken, Koffern und verschnürten Bündeln findet sich noch ein Platz. Im Bus warten bereits seine vier englischen Freunde.
Der Bus soll sie nach Kathmandu bringen. Wann er dort ankommt, weiß niemand. Dass er überhaupt fährt, scheint als Fahrplan zu genügen.
Wenige Tage später brechen die fünf jungen Männer in die Berge auf. Ihr Ziel ist kein Gipfel. Sie suchen einen Bauern, der angeblich das beste Haschischöl der Welt herstellt.
Gemeinsam reisen sie durch Nepal, geraten auf einer gefährlichen Bergstraße beinahe in den Abgrund und folgen schließlich einem selbst ernannten Führer tief in den Himalaya. Die Fahrt nach Pokhara dauert acht Stunden. Vielleicht zehn. Manchmal zwölf. Nicht einmal der Ticketverkäufer sieht einen Grund, sich unnötig festzulegen.
Die Ausrüstung ist dürftig. Die Stimmung ausgezeichnet. Und der Plan scheint erstaunlich einfach.
Was sie vermutlich mehr hätte beunruhigen sollen, als es tatsächlich tat.
Was folgt, ist gefährlich, leichtsinnig und immer wieder zum Lachen. Zumindest im Rückblick.
AUFBRUCH INS UNGEWISSE erzählt die wahre Geschichte einer Reise, die als Abenteuer durch Nepal beginnt und an einem Ort endet, den keiner der Beteiligten auf seiner Reiseroute vorgesehen hatte.
Zu Fuß geht es durch abgelegene Dörfer, durch eisige Flüsse und hinauf in die Berge. Schließlich finden die fünf jungen Männer den Bauern, nach dem sie gesucht haben – und das Haschischöl, für das sie den Weg überhaupt auf sich genommen haben.
Der Rückweg scheint einfach: Nepal verlassen, über Moskau und Ost-Berlin zurück nach West-Berlin. Noch eine Grenze, dann sind sie zu Hause.
So jedenfalls der Plan.
AUFBRUCH INS UNGEWISSE ist Band 4 der Reihe STATIONEN und erzählt von Freundschaft und Abenteuerlust, Freiheit und Leichtsinn – von fünf jungen Männern mit mehr Begeisterung als Ausrüstung und deutlich mehr Zuversicht als Vernunft.
Erzählt mit Selbstironie und schwarzem Humor. Mit jener Sorte Humor, bei der man manchmal noch lachen muss, obwohl es eigentlich längst nichts mehr zu lachen gibt.
Am Ende wissen sie genau, wohin sie wollen.
Sie haben nur keine Ahnung, wohin diese Entscheidung sie führen wird.
Bernhard Christoph Lichtinger schreibt aus gelebter Erfahrung – aus Brüchen, Umwegen, Neuanfängen und Begegnungen, die nicht erfunden werden müssen. Seine Texte entstehen dort, wo das echte Leben Spuren hinterlässt.
Falls du noch keinen Band aus der Serie „STATIONEN“ gelesen hast, kannst du mit einem der folgenden Bände beginnen. Jeder Band kann für sich gelesen werden.
Band 1: WAS DIE WAHRSAGERIN WUSSTE (IN BEARBEITUNG)
Band 2: DER MANN MIT DEM KRÜCKSTOCK
Band 3: TRANSIT – Die letzten Tage in Freiheit
Band 4: AUFBRUCH INS UNGEWISSE
Band 6: FREITAG DER 13. (IN BEARBEITUNG)