DER MANN MIT DEM KRÜCKSTOCK - DIE WAHRE GESCHICHTE MEINES BRUDERS RALF

Das Leben eines jungen Mannes, der an sein Karma glaubte

Dies ist der zweite Teil der Serie “Stationen.”

Frankfurt Flughafen, Frühjahr 1985

Ein junger Mann mit einem Krückstock geht auf den grünen Ausgang des Frankfurter Zolls zu. Auf seinem Rücken trägt er einen großen Trekkingrucksack, darüber ist ein nepalesischer Teppich festgeschnallt. In den Außentaschen: vier Kilogramm Haschisch aus Nepal.

Nicht gerade Handgepäck.

Jahrelang reist Ralf zwischen Deutschland, Indien und Nepal hin und her. Ein schwerer Unfall hat seine Hüfte dauerhaft geschädigt, und der Krückstock wird ihn für den Rest seines Lebens begleiten.

Besonders vorsichtig macht ihn das allerdings nicht.

Er lebt in winzigen Hotelzimmern in Jaipur, handelt mit Juwelieren, reist durch Indien, knüpft Kontakte in Nepal – und spaziert immer wieder mit deutlich mehr als nur Souvenirs durch den Frankfurter Zoll.

Später baut er in Freiburg seine eigene Firma auf. Er entwickelt Maschinen, gewinnt große Kunden und erreicht mehr, als er selbst einmal für möglich gehalten hätte. Doch Stillstehen gehörte nie zu Ralfs besonderen Talenten.

Immer gab es eine neue Idee, ein neues Projekt, eine neue Möglichkeit. Und irgendwann erscheint eine dieser Möglichkeiten größer als alle anderen.

Als internationale Geschäftskontakte plötzlich ungeahnte Türen öffnen, scheint Ralf seinem größten Ziel näher zu sein als je zuvor.

Was sich, wie sich herausstellen wird, nicht unbedingt als der sicherste Ort erweist.

Gerade als endlich alles zusammenzupassen scheint, beschließt das Leben, die Möbel noch einmal umzustellen.

In diesem sehr persönlichen Buch erzählt Bernhard Christoph Lichtinger die wahre Geschichte seines Bruders Ralf – eines Mannes, der an Karma glaubte, mit einem Krückstock um die halbe Welt reiste, Haschisch durch den Frankfurter Flughafen schmuggelte, eine erfolgreiche Firma aufbaute und sich hartnäckig weigerte, sein Leben von einem Unfall bestimmen zu lassen.

Es ist eine Reise durch Indien, Nepal und Deutschland, durch Freiheit und Familie, Erfolg und Scheitern, Ehrgeiz und Verlust – erzählt mit Wärme, Offenheit und schwarzem Humor. Mit jener Sorte Humor, bei der man manchmal noch lachen muss, obwohl es eigentlich längst nichts mehr zu lachen gibt.

Bernhard Christoph Lichtinger schreibt aus gelebter Erfahrung – aus Brüchen, Umwegen, Neuanfängen und Begegnungen, die nicht ausgeschmückt werden müssen. Seine Geschichten entstehen dort, wo das echte Leben seine Spuren hinterlässt.

Falls du noch keinen Band aus der Serie STATIONEN gelesen hast, kannst du mit einem der folgenden Bücher beginnen. Jeder Band erzählt eine eigenständige Geschichte und kann unabhängig gelesen werden. Doch erst in der richtigen Reihenfolge gelesen, entfalten alle Bände gemeinsam eine viel größere Geschichte.

Band 1: WAS SIE SAH – EINE WAHRE GESCHICHTE 

Band 2: DER MANN MIT DEM KRÜCKSTOCK

Band 3: TRANSIT – DIE LETZTEN TAGE IN FREIHEIT

Band 4: AUFBRUCH INS UNGEWISSE

Band 5: IM TIGERKÄFG – ISOLATIONSHAFT IM KELLER VON RUMMELSBURG

Band 6: FREITAG DER 13. (IN BEARBEITUNG)

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