DROGEN DES ALLTAGS - GEWOHNHEITEN, ANPASSUNG UND SELBSTVERLUST

Warum wir glauben, alles im Griff zu haben und wie wir uns dabei langsam verlieren.

Band 1 der Serie "Zwischen den Jahren"

Ein Mann sitzt hoch oben auf einem Baukran und telefoniert.

Von unten betrachtet wirkt alles klar: Verantwortung, Erfolg, Kontrolle. Und manchmal beginnt genau dort die leise Entfernung von sich selbst.

Nicht mit einem Absturz, Entzug oder einem zerstörten Leben, sondern mit einem Alltag, der erstaunlich gut funktioniert. Arbeit. Beziehungen. Freunde. Erfolg. Reisen. Ganz normale Abende.

Nichts sieht besonders falsch aus.

Was es erstaunlich schwer machen kann zu bemerken, wenn etwas nicht stimmt.

DROGEN DES ALLTAGS fragt, was geschieht, wenn nach außen alles funktioniert, während wir uns innerlich langsam von uns selbst entfernen.

Marihuana. Alkohol. Tabak. Zucker. Aber auch Heroin und Kokain. Nicht als spektakuläre Geschichten vom Absturz, sondern als unterschiedliche Möglichkeiten, Spannungen zu dämpfen, Leere zu überdecken oder einfach weiterzufunktionieren.

Dabei geht es weniger um die einzelne Substanz als um ihre Funktion. Gewohnheiten können sich so selbstverständlich in ein Leben einfügen, dass sie kaum noch als solche wahrgenommen werden.

Denn manchmal sind die wirksamsten Formen der Betäubung nicht diejenigen, die ein Leben sichtbar zerstören.

Sondern diejenigen, die erstaunlich gut hineinpassen.

DROGEN DES ALLTAGS richtet sich an Menschen, die funktionieren. Die arbeiten, Beziehungen führen und Verantwortung übernehmen – und trotzdem spüren, dass sich innerlich etwas immer weiter entfernt hat.

Es geht um Konsum ohne moralische Bewertung, um Gewohnheit und Anpassung – und um die stillen Möglichkeiten, mit denen Menschen lernen, Spannungen, Leere oder emotionale Distanz zu regulieren.

DROGEN DES ALLTAGS bietet kein Programm, keinen erhobenen Zeigefinger und keine schnelle Lösung. Es geht auch nicht darum, Menschen in diejenigen einzuteilen, die ein Problem haben, und diejenigen, die keines haben.

So praktisch ist das Leben selten organisiert.

Stattdessen stellt das Buch eine andere Frage: Welche Funktion erfüllt eine Gewohnheit, während sie langsam Teil unseres Alltags wird?

Denn etwas zu verändern wird erheblich leichter, wenn wir zunächst verstehen, was es für uns getan hat.

DROGEN DES ALLTAGS ist Band 1 der vierteiligen Reihe ZWISCHEN DEN JAHREN – über die Dinge, die uns betäuben können, lange bevor wir sie als Betäubung erkennen, und darüber, was bleiben kann, wenn wir beginnen, sie loszulassen.

Bernhard Christoph Lichtinger schreibt aus gelebter Erfahrung – aus Brüchen, Umwegen, Neuanfängen und Begegnungen, die nicht erfunden werden müssen. Seine Texte entstehen dort, wo das echte Leben Spuren hinterlässt.

Wenn du noch keinen Band aus der Reihe „ZWISCHEN DEN JAHREN“ gelesen hast, kannst du mit einem der folgenden Bände beginnen. Die Bücher können unabhängig voneinander gelesen werden.

Band 1: DROGEN DES ALLTAGS

Band 2: WENN TAUBHEIT ZUM ALLTAG WIRD

Band 3: WENN NICHTS MEHR BETÄUBT

Band 4: NACH DEM LÄRM

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