ANTIZYKLISCHES DENKEN - WENN EINE ENTSCHEIDUNG ALLES VERÄNDERT

Eine wahre Geschichte über Freiheit, den Weg ins DDR-Gefängnis und die Macht der Staatssicherheit

Letzter Band der Trilogie “FRAG NICHT NACH ZUCKER“

Der dunkelste Abschnitt dieser autobiografischen Reisegeschichte.
Kein Abenteuer mehr.
Keine jugendliche Leichtsinnigkeit.
Sondern eine Entscheidung mit Konsequenzen.

Seit einem Jahr lebt Chris in West-Berlin. Frühschicht, Spätschicht, Überstunden an der CNC-Drehmaschine. Er spart für ein einziges Ziel: Suzanne in Neuseeland wiederzusehen. Doch das Geld reicht nicht.

Dann erzählt ihm ein Arbeitskollege etwas, das zunächst vollkommen absurd klingt: Wer Drogen schmuggeln wolle, solle von Ost-Berlin fliegen. Die DDR kontrolliere nicht. Schließlich wolle sie den Westen vergiften.

Ein absurder Gedanke. Und doch plausibel genug.

Chris vermietet seine Wohnung, fliegt von Ost-Berlin nach Delhi und reist weiter nach Nepal. Im Himalaya besorgt er Haschischöl. Der Plan scheint einfach: über Moskau und Ost-Berlin zurück nach West-Berlin. Noch eine Grenze, dann wäre er zu Hause.

Er kommt nicht über diese Grenze.

Am Flughafen Ost-Berlin wird Chris verhaftet. Es folgen Verhöre, Untersuchungshaft im Polizeigefängnis Keibelstraße und schließlich die Verlegung nach Rummelsburg. Als er dort die Zusammenarbeit mit der Staatssicherheit verweigert, landet er im Tigerkäfig.

Drei Schritte vor. Umdrehen. Drei Schritte zurück.

Und plötzlich ist von der Weltreise nicht mehr viel übrig.

ANTIZYKLISCHES DENKEN erzählt, was hinter den Mauern von Rummelsburg folgt: Zwangsarbeit, Hunger, Misstrauen und ein System, in dem Widerstand sehr schnell Konsequenzen bekommt.

Nach der ersten Isolationshaft wird Chris in einen anderen Gefangenentrakt verlegt und zur Arbeit mit asbesthaltigem Material eingeteilt. Er verweigert erneut. Die Antwort folgt prompt: wieder Einzelhaft, wieder Keller, wieder Isolation.

Dann öffnen sich plötzlich die Türen.

Amnestie.

Mit dem Grotewohl-Gefangenen-Express beginnt eine letzte Reise durch die DDR. Fast ein Jahr nach seiner Verhaftung wird Chris ausgerechnet an einem Freitag, dem 13. an westdeutsche Behörden übergeben.

ANTIZYKLISCHES DENKEN ist der dritte Teil einer wahren Geschichte über Freiheit und ihre Grenzen, über Schuld und Konsequenzen, Gefängnis und Isolation – und über eine Entscheidung, die ursprünglich nur eines ermöglichen sollte: Suzanne wiederzusehen.

Es ist der dunkelste Teil der Geschichte, aber nicht ohne jene Absurditäten, die selbst dort nicht verschwinden. Erzählt mit Selbstironie und schwarzem Humor. Mit jener Sorte Humor, bei der man manchmal noch lachen muss, obwohl es eigentlich längst nichts mehr zu lachen gibt.

ANTIZYKLISCHES DENKEN endet nicht mit einem großen Triumph. Es endet mit einer Tür, die sich öffnet.

Freitag, der 13.

Diesmal bedeutet er Freiheit.

Bernhard Christoph Lichtinger schreibt aus gelebter Erfahrung – aus Brüchen, Umwegen, Neuanfängen und Begegnungen, die nicht erfunden werden müssen. Seine Texte entstehen dort, wo das echte Leben Spuren hinterlässt.

AM ENDE DES BUCHES FINDEST DU DAZUGEHÖRIGE PHOTOS.

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