ANTIZYKLISCHES DENKEN - WENN EINE ENTSCHEIDUNG ALLES VERÄNDERT

Buch 3: Eine wahre Geschichte über Freiheit, den Weg ins DDR-Gefängnis und die Macht der Staatssicherheit

Der dunkelste Abschnitt dieser autobiografischen Reisegeschichte.
Kein Abenteuer mehr.
Keine jugendliche Leichtsinnigkeit.
Sondern eine Entscheidung mit Konsequenzen.

Ein Jahr lebt Chris inzwischen in West-Berlin. Frühschicht. Spätschicht. Überstunden an der CNC-Drehmaschine. Und trotzdem reicht das Geld nicht, um seine große Liebe Suzanne in Neuseeland wiederzusehen.

Während er spart, verdient sein Bruder mit einem einzigen Schmuggeltransport in Indien das, wofür andere ein Jahr arbeiten. Die Versuchung wächst – nicht aus Gier, sondern aus Sehnsucht.

Ein beiläufiger Rat eines Arbeitskollegen bringt alles ins Rollen.

Flieg von Ost-Berlin.
Dort kontrolliert man nicht auf Drogen.
Die wollen den Westen vergiften.

Ein absurder Gedanke.
Und doch plausibel genug.

Chris vermietet seine Wohnung, kauft ein Ticket vom Ost-Berliner Flughafen nach Delhi und reist mit einer Traveller-Gruppe in den Himalaya. In einer abgelegenen Berghütte kaufen sie reines Haschischöl.

Ein Irrtum.

Bei der Rückkehr nach Ost-Berlin endet alles abrupt.

• Verhaftung am Flughafen
• stundenlange Verhöre
• Untersuchungshaft im Polizeigefängnis Keibelstraße

Nach dem Urteil folgt die Verlegung ins DDR-Gefängnis Rummelsburg – ein Arbeitslager mit eigener Hierarchie, Regeln und Sprache.

Drinnen bedeutet Überleben.

• Hunger
• Gewalt
• Demütigung
• permanente Wachsamkeit

Als Chris die Zusammenarbeit mit der Staatssicherheit verweigert, reagiert das System sofort.

Die erste Strafe.

• drei Wochen im sogenannten „Tigerkäfig“
• weniger Essen
• dünnere Kleidung
• Beton, Kälte und Dunkelheit

Nach der Einzelhaft wird er verlegt.
Neuer Gefangenentrakt. Neue Gefangene. Neue Machtverhältnisse. Nur ein Gesicht ist ihm vertraut – Abdelhafiz aus der Untersuchungshaft.

Dann die nächste Maßnahme.

Chris wird zur gefährlichsten Arbeit im Lager eingeteilt.

Asbestdeckel montieren.
Staubiger Tisch.
Atemluft wie Pulver.

Die Botschaft ist klar: Wer nicht kooperiert, arbeitet dort, wo es am meisten schadet.

Chris will leben – und verweigert erneut.

Die Konsequenz.

• vier Wochen Einzelhaft
• Kellerzelle
• Isolation und Entzug

Doch diesmal kommt es anders.
Nach zwei Wochen öffnen sich plötzlich die Zellentüren.
Keine Erklärung.

Man schließt ihn in eine helle Zelle.
Ein fremdes Gesicht. Ein kurzer Blick.
Dann sagt er es beiläufig.

Amnestie.

Im Grotewohl-Gefangenen-Express wird er zusammen mit anderen Verurteilten verlegt.

Ein Jahr nach seiner Verhaftung – ausgerechnet an einem Freitag, dem 13. – wird Chris an westdeutsche Behörden übergeben.

Freiheit.
Aber nicht mehr derselbe Mensch.

Antizyklisches Denken ist der dritte Teil dieser autobiografischen Reisegeschichte über Weltreise, Indien, DDR-Gefängnis, Verhöre, Zwangsarbeit, Einzelhaft und die Folgen riskanter Entscheidungen.

Ein ehrlicher Bericht über Freiheit, Verlust, Schuld, Konsequenzen und die Frage, wie viel ein Mensch bereit ist zu riskieren.

Dieses Buch ist für Leser, die sich interessieren für

• wahre Reisegeschichten und Weltreisen
• Backpacking und riskante Entscheidungen
• DDR-Geschichte, Gefängnis und Staatssicherheit
• persönliche Krisen und extreme Erfahrungen
• ungewöhnliche Lebenswege und echte Geschichten

Eine authentische Geschichte aus den 1980er Jahren – über West-Berlin, Indien, den Himalaya, das Gefängnis Rummelsburg und den Weg zurück in die Freiheit.

Bernhard Christoph Lichtinger schreibt aus gelebter Erfahrung – aus Brüchen, Umwegen, Neuanfängen und Begegnungen, die nicht erfunden werden müssen. Seine Texte entstehen dort, wo das echte Leben Spuren hinterlässt.

AM ENDE DES BUCHES FINDEST DU DAZUGEHÖRIGE PHOTOS.

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